Das Projekt

Evolution2Green wird von adelphi gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und dem Borderstep Institut durchgeführt. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt thematisiert Transformationspfade hin zu einer Green Economy und die Gestaltung von Pfadwechseln.

Das Forschungsvorhaben strebt folgende Ziele an:

  • Eine Gesamtstrategie für die Transformation des Wirtschaftssystems hin zu einer Green Economy
  • Ein Beitrag zur Bewertung und Messbarkeit der Fortschritte auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften
  • Vorschläge für green-economy-orientierte Managementmodelle
  • Neue Erkenntnisse zum Verbraucherverhalten, die an bisherige BMBF-Initiativen anschließen

Das Anwendungspotenzial des Vorhabens liegt zum einen im politischen Bereich. Zum anderen werden die Vorhabensergebnisse Unternehmen und NGOs darin unterstützen, ihre Rolle im Rahmen einer Transformation hin zu einer Green Economy besser wahrzunehmen.

Hintergrund

Die „Green Economy“ und verwandte Konzepte wie „Green Growth“ und der „Green New Deal“ fanden im Rahmen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise Eingang in politische Diskussionen. Ziel des Konzepts der Green Economy ist es, neue Wege aufzuzeigen, wie wirtschaftliches Wachstum mit ökologischer Nachhaltigkeit und sozialer Inklusion und Gerechtigkeit einhergehen können.

Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Umsetzung sind zwar jüngst im zweiten Peer Reviews wieder hoch gelobt worden, zugleich wurde aber empfohlen, dass die Bundesregierung langfristige Rahmenbedingungen für die Umsetzung schaffen und Kapazitäten umbauen möge. Zudem zeigt der Blick in den letzten Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie, dass sich Fortschritte keineswegs bei allen Indikatoren ergeben haben. In anderen Bereichen weisen die Indikatoren darauf hin, dass die erreichten Fortschritte nicht ausreichend sind. Die Gründe dafür sind vielfältig und die Zusammenhänge oft komplex. So zum Beispiel erklären sich die mangelnden Fortschritte in der Energieproduktivität durch technische und ökonomische Pfadabhängigkeiten; die mangelnde Zunahme der Anbaufläche des ökologischen Landbaus beruht nicht zuletzt auf einer gesunkenen politischen Priorität. Diese und viele andere Fälle aus der Praxis zeigen, dass ein ganzheitliches Konzept der Transformation des Wirtschaftssystems nur gestaltet werden kann, wenn die verschiedenen Chancen und Hemmnisse der Diffusion von technischen, sozialen und systemischen Innovationen in ihrer Vielfalt berücksichtigt werden. 

Weitere Informationen

  • Laufzeit: 01.06.2015 – 31.05.2018
  • Hauptauftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)